Seit meinem Umzug zählt zu den von mir gemieteten Räumlichkeiten auch ein Balkon. Die Vorzüge eines Balkons liegen ja auf der Hand: Platz für den Wäscheständer (so es nicht regnet oder schneit), Platz zum Frühstücken (so man einen Tisch hätte), Platz zum Sonnenbaden (so man zu den Huldigern dieses Planeten gehört), Platz für Draußenpflanzen (so man sich diesem aufwendigen Hobby widmen will)…
Ich bin verdammt glücklich in meiner neuen Wohnung. Die liegt ganz oben, im 4. OG, was für mich zweierlei Gutes bedeutet: Keine Trampler UND Bewegung. Zugegebenermaßen verlasse ich manchmal diesen Elfenbeinturm für ein paar Tage am Stück nicht, doch zum Briefkasten geh ich allemal noch täglich (und auch gern an Sonn- und Feiertagen, die hab ich nämlich wirklich so gar nicht mehr aufm Schirm!).
Das Nach-oben-nicht-eingeengt-sein ist so eine erhebliche Erleichterung… Den ständigen Vergleich hab ich, da Michi nach wie vor noch Mieterinnen drüber hat, die durchaus Trampelinequalitäten haben (hinundherlauf- und mittlerweile auch wieder beischlaftechnisch).
Allerdings hab ich derzeit eine Großbaustelle vis-a-vis, was natürlich auch so seine Nachteile, aber auch Vorteile hat. Derzeit kann ich wirklich ÜBERALL unter ALLEN Bedingungen konzentriert arbeiten. Und ohne Wecker morgens um 7.15 Uhr geweckt zu werden hat auch was für sich… Zumindest bringt es ein gewisses und nicht zu unterschätzendes Maß an Produktivität und Tagesrhythmik mit sich.
Apropos… Ich sollte mich wohl in mein Bettchen begeben, damit mir nicht zu viele Schlafstunden verlustig gehen.
Aber eins wollt ich noch zum in der Überschrift angeteasten Thema schreiben: Ich hab gepflanzt. Auf meinem Balkon. U.a. Melonen und Gelbe Beete. Während sich fast überhaupt keine Pflanzen zeigen, wachsen und gedeien die Melonen wie doof.
Ich muss nur unbedingt meine Lieblingsblumen noch aussähen, damit ich nächstes Jahr hoffentlich selbstgezogene Vergissmeinnicht habe.
8. Mai 2009
Handgreiflichkeiten
23. April 2009
himmel
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Wenn man träumt, dass man erschossen wird – und das gleich zweimal in einer Nacht -, dann ist es wohl nicht weiter erstaunlich, dass man in der Folgenacht schlecht schläft. Und ständig irgendwelche Geräusche hört. Ratten, die an Holztüren kratzen. Menschen, die durch Fenster einsteigen und durch die Wohnung schleichen. Wesen, die gegen Gegenstände stoßen…
Jetzt ist wieder Tag, ich fühle mich gerädert und gleichzeit ein wenig lächerlich. Warum birgt die Dunkelheit für mich manchmal solche Ängste? Aber ich nehme sie ernst, aber auch nicht zu ernst – und appelliere mal wieder an meine Vernunft.
Und es wirkt.
Noch ist es hell.
8. April 2009
vienna teng
Posted by lottezwo under befindlichkeitsbloggen, bln, mukkemukkemukke, so haltLeave a Comment
Fast einen Monat ist es schon her, dass Vienna Teng in Berlin im Quasimodo gespielt hat, aber ich bin bisher nicht dazu gekommen, etwas darüber zu schreiben… Bei youtube hab ich schon geschaut, ob jemand ein bisschen mitgefilmt hat bei diesem oder anderen Konzerten. Hat jemand, allerdings werden die Aufnahmen dem eigentlichen Konzert gar nicht gerecht.
Es war ein erstklassiger Sound im Quasimodo – und es war eine wahre Wonne, ihr, Alex Wong und Ward Williams beim Spielen zuzusehen und zuzuhören…
Ich bekomme bei so manchem Lied von Vienna Teng von CD ja schon Gänsehaut, aber so in live und mit dem eigenen Körper als Klangkörper, das war schon umwerfend.
Ein wahnsinnig schönes Konzert – so schön, dass ich auf alle eifersüchtig war, die die folgenden Konzerte erleben durften.
Jetzt ist sie in den Vereinigten Staaten unterwegs, um ihr neues Album dort vorzustellen.
Und sie twittert.
24. Februar 2009
Am Sonntag war ich in Milk. Wie gut, dass Harvey Milk nun ein filmisches Denkmal gesetzt wurde. Und ein so gelungenes noch dazu. Besonders haben mir die Originalaufnahmen aus den 70ern gefallen, die in den Film eingeflochten wurden. Und, dass man so deutlich gesehen hat, dass der Film erzählen und nicht inszenieren wollte. Und, dass so behutsam und nicht reißerisch erzählt wurde. Und, dass – selbst wenn nur die Minderheit der Schauspieler homosexuell ist – Homosexualität sehr natürlich und glaubhaft rüberkam. Und, dass es endlich mal wieder ein Film war, der Drogen weder verherrlicht, noch verteufelt hat.
Dennoch warf er eine Frage bei mir auf: Waren die Bären nicht aktiv damals? Oder waren sie für diesen Zweck nicht salonfähig genug (weniger als die porträtierten “Huschen”) oder sind sie heute nicht salonfähig genug?
Und Sean Penn hat völlig zu Recht einen Oskar für seine Darstellung bekommen, er ist wahrlich ein herausragender Schauspieler.
21. Januar 2009
menno
Posted by lottezwo under befindlichkeitsbloggen, general conundrums, kuriosa, nur so, so halt, sonstige dramenLeave a Comment
Als ich gelesen hab, dass Monica Lierhaus im künstlichen Koma liegt, hat mich das ehrlich betroffen gemacht. Ich hätte gern gewusst, was da passiert ist und gleich mal nachgeschaut, ob ich irgendwo eine Information finde. Es gab aber keine. Da ist mir erst mal aufgefallen, wie sehr °wir° mit solcherlei Informationen “verwöhnt” werden. Ich setz das bewusst in Anführungsstriche, schließlich gibt es genügend Dinge, die °wir° aus der Welt der mehr oder minder Berühmten erfahren, die vermutlich die Wenigsten wirklich wissen müssen…
Aber meist wird man geradezu mit Details bombardiert, die manchmal in die Kategorie blutrünstig oder Tränendrüsenbalast (s. Althaus’ Skiunfall) fallen. Oder in die Kategorie Gehtmiramarschvorbei (s. Heinos Bettgeflüster). Oder in die Kategorie Kommtmanaufkeinemsenderdrumrum (s. Obamas Wahl/Umzug/Amtsantritt)…
Dass es einen echt stutzig macht, wenn plötzlich eine Meldung aus einem Satz besteht, keinen O-Ton hat, keinerlei weitere Information, keinen Verweis…
Auch jetzt hab ich nichts als Spekulationen gefunden, was mir gleichzeitig importiert (weil das eben auch heißt, dass man als Star absolut keinen Privatsphärestrip hinlegen muss und die ernstzunehmenden Medien einem Aufruf zum Raushalten und nicht nach Infos zu popeln nachkommen) und Angst macht (schließlich ist ein künstliches Koma nicht ohne… und wenn eine offizielle Meldung ausbleibt, ist halt alles unverändert).
Was mich allerdings aufregt, sind solche Menschen, die ihre Kommentare unter die kurzen, existierenden Online-Artikel setzen und darin ein Recht auf Information beschwören, dass es so zum Glück nicht gibt. Da schreiben tatsächlich Menschen, dass sie informiert werden müssen, weil sie als GEZ-Gebühren-Zahler ja das Gehalt von Monica Lierhaus zahlen… Da fragt man sich, was die wohl alles von ihrer Kassierin im Supermarkt wissen wollen, schließlich zahlen sie deren Gehalt ja auch.
Puh. Menschen.
Ich hoffe nur, dass sie bald wieder gesund wird – und nicht so beängstigend nachhaltig von der Bildfläche verschwindet wie Gaby Köster. Um die mach ich mir auch Sorgen… Die sollen beide bitte ganz bald wieder gesund werden. Menno.
17. Januar 2009
Ich bin auf ne Seite gestoßen, auf die man nicht klicken sollte, wenn man keine Zeit hat…
Hab mich da stundenlang rumgetrieben.
Eins meiner Lieblingsbilder ist das hier.
Viel Spaß.
17. Januar 2009
von roten punkten und jagenden katzen
Posted by lottezwo under anekdötchen, befindlichkeitsbloggen, kätzkes, tierscheLeave a Comment
Gestern war ich mal wieder in einem Baumarkt (hab im ersten Moment “Bauchmarkt” geschrieben… Was isn das fürn Freudscher Verschreiber?!), stromerte durch die Reihen und war eigentlich auf der Suche nach ner Kratzmatte für die Katze, damit sie bei ihren nächsten Besuchen nicht mehr an der blauen Tür kratzen muss… Wer immer so nen Kram entwirft, das müssen entweder kitschliebende Leute sein – oder normalweise kaufen nur kitschliebende Leute sowas. Mit ner Katzen- oder Pfotenapplikation hier oder wirklich abartigem Plüsch da… Bäh… Nunja, um das Katzentier davon abzuhalten, meine komplette Tür in Späne zu verwandeln, werde ich gezwungernermaßen zu so etwas greifen müssen, aber noch konnte ich mich nicht durchringen.
Stattdessen ließ ich meinen Blick über die Katzenspielzeuge schweifen, weil die Feder, mit der wir seit den Sommermonaten spielen, uninteressant geworden ist. Ich sah einen total überteuerten Laserpointer im Mausformat und erinnerte mich an die Fitnesseinheiten einer Katze in einer ehemaligen WG.
Gekauft, gleich ausprobiert – und mir fast in die Hose gemacht vor Lachen. Kann man ja manchmal die tiefschürfenden Gedanken einer Katze nicht im Geringsten erahnen, so waren sie diesmal total offensichtlich: “Wo ist der Punkt? Muss hinterher. Wo isser hin, verdammt. Schnell. Schnell. Da. Nein. Fast.”
Dazu rannte sie wie hypnotisiert oder angefixt hinter diesem roten Punkt her – rauf auf den Kratzbaum, runter aufs Bett, im Kreis, in ner Acht…
Als ich mich irgendwann zwingen konnte, aufzuhören (selbst Katzen brauchen mal ne Verschnaufpause, auch wenn sie’s nicht merken!), blieb sie total irritiert sitzen und suchte und zuckte – und nahm nicht mal das Leckerli an, das ich ihr geben wollte. “Leckerli? Pfft! Ich will den vermaledeiten Punkt!! Wo ist der denn schon wieder?”
Daraus hab ich gelernt, dass man dies Spielzeug wohl dosieren muss. Aber das waren wirklich mal gut angelegte Euronen!
8. Januar 2009
… kam der King zur Welt…
Kurz nach Weihnachten kam ein Konzert von ihm im Fernsehen, in das wir reingezappt haben. Ich hab mich vom Fleck weg in ihn verliebt, in den King… Wow… Es war eine späte Zündung. 

Foto von hier.
14. Dezember 2008
Man merkt in Berlin, selbst ohne Kalender, dass man an einem Samstagmorgen unterwegs ist. Woran? An den frischen “Wurfpizzen”, die hinter an jeder Ecke lauern warten. Entweder übertreiben die Leute es mit dem Alkohol – oder das Essen ist regelmäßig freitagnachts so schlecht, dass man sich an jeder Ecke erbrechen muss. Oder besser gesagt, dass sich an jeder Ecke jemand erbrechen muss. Und nicht nur an Ecken…
Irgendwie ist es an sich ja schon peinlich, wenn man auf einer vollbelaufenen Treppe zur U-Bahn sportlich vorläuft, um alle anderen Umsteiger abzuhängen, und man dann unsportlich ausrutscht. Richtig unangenehm wird es erst dann, wenn man erkennt, worauf man ausgerutscht ist (aber wer gefasst genug ist, nicht gleich noch was daneben zu legen… Alle Achtung!).
Mir ist das zum Glück nicht passiert, aber der Typ wirkte wie ein Touri und gleich als erstes um 9.00 Uhr vor einem langen Sehenswürdigkeitenabklappertag in einer Pfütze von Fremdvorverdautem zu baden gibt dem Tag vermutlich wenig Auftrieb…
Ich habe allerdings zu diesem Thema mal vor langer Zeit, als mein Vater eine neue Schreibmaschine bekam und ich mal an die alte durfte, folgendes verfasst:

