Entschuldigt, ich hab einfach soooooooooo viel mit Sprache zu tun grad, dass es mich fast abnervt. Da muss ich mir die schönen Dinge rauspieken, um mich damit über Wasser zu halten und mich daran zu erfreuen.
Heute jedenfalls gefällt mir besonders das Wort:
Ansichtskarte.
Es tauchte in der E-Mail eines lieben Freundes auf und begann sogleich eine Achterbahnfahrt durch meine Gehirnwindungen. Was mir daran gefällt (ich versuch’s doch mal mit dem Erklären) ist, was mir an vielen deutschen Wörtern gefällt, dass es so deutlich sagt, wofür es steht. Eine Ansichtskarte aus Berlin zeigt eine Ansicht Berlins. Und wer eine Ansichtskarte verschickt, teilt die Ansicht der betreffenden Stadt. Ich finde das sehr schön.
Eigentlich macht das sogar jedes Foto zu einer Ansichtskarte, finde ich. Denn ein Foto nimmt eine ganz persönliche Ansicht von etwas auf.
Und gerade fällt mir ein, dass im Schwedischen das Wort “kort” gleichzeitig Karte und Bild heißt… Hm……