Erst komm ich heut Morgen in Michis Hinterhof, will mein wundervolles Rad holen und während ich es losschließe, sehe ich, dass es von klebrigem Baumsperma bedeckt ist. Bäh. Zum Glück hatte ich es noch nicht dem Frühjahrsputz unterzogen.
Auf dem Weg zum Instituto hatte ich so ziemlich alle Fahrradsonntagsfahrer vor mir, die man sich vorstellen kann – und stand natürlich zwei Meter, nachdem ich sie endlich überholen konnte, an einer roten Ampel, die diese Tröten dann missachteten, so dass das Spiel von vorn losging… Puh…
[Aber Rad fahren in Berlin ist total geil, finde ich. Nur so und zu Fuß bekommt man m. E. das richtige Stadtgefühl.]
Der Kurs heute wurde von einer anderen Lehrerin geleitet als gestern. Die gestrige war schon sehr lustig, aber die heutige war der Knüller. Absolut mein Humor – und auch der Humor von 95% des Kurses. Überhaupt ist der Kurs sehr cool zusammengesetzt. Wir rangieren alle so zwischen 25 und knapp über 30 – und es gibt nur einen, dem das Schulbankdrücken Probleme bereitet… Schon sehr geniale Voraussetzungen. 
Aufm Rückweg weitestgehend von radelnden Tröten verschont geblieben, aber leider selbst sehr trötelig gewesen. Wollte noch das eine oder andere Geschenk für meine Liebste einsammeln, aber wenn ich einmal radle, dann hab ich nur noch das Ziel vor Augen… Na, egal. Bin ich halt nochmal losgedüst. 
Dann machte ich mich dran, einen Kuchen zu backen. Gewünscht wurde der Nutella-Kuchen, allerdings in Sonderanfertigung, d.h. nicht rund, sondern kastig. Leider. Ich hab mich nämlich voluminös total verschätzt und so wuchs der garende Kuchen über die Ränder der Kastenform hinaus… Menno.
Was für ein Anfängerfehler. Eigentlich. Und doppelt ärgerlich, weil Michi nämlich eine XXXL-Form zu Hause hat (wozu, frag ich mich schon seit fast ‘nem Jahr… Die Frau hat nicht mal ‘nen Mixer, geschweige denn ein Rezept… *g*).
Na, enttäuscht bin ich jedenfalls von dem Ergebnis. Er sieht ein wenig aus wie ein frisch ausgebrochener Vulkan, der sich’s nach dem ersten Blubb übern Rand wieder anders überlegt hat und erkaltet ist… Oder so. Ach, wie soll man das beschreiben. (Und wer lichtet schon missglückte Küchenvorkommnisse ab? ICH jedenfalls nicht…)
Tja, was noch? Ich hab Kopfweh und muss aber noch was tun (der Mensch lebt ja nicht nur von missglücktem Kuchenbacken allein), ich muss mir noch was für die Geschenke einfallen lassen, denn wenn ich die jetzt einpacke, dann habe ich bis morgen nur zerknitterte Klumpen in der Hand… Logistisch gesehen ist das echt ‘ne kleine Katastrophe, an den Enden einer Diagonale durch die Stadt zu wohnen. Muss ich morgen mal wieder mit Ortliebs Taschen, bepackt wie’n Esel durch Berlin strampeln. Watt solls?
Warum ist das eigentlich so, dass um den Geburtstag von jemand anderem man selbst viel aufgeregter ist als dieser Jemand? *g*